Hape Kerkeling Portrait - Foto: © Felix Rachor

Hape Kerkeling

Portrait

Hape Kerkeling zählt seit über 30 Jahren zu den beständigsten und erfolgreichsten Film- und Fernsehstars in Deutschland. Er ist Comedian, Moderator, Entertainer, Schauspieler, Sänger, Autor, Parodist und Kabarettist in einer Person.

Hape Kerkeling Portrait - Biografie von 1984 bis 1989 - Foto: © Felix Rachor
1984 - 1989

Hape Kerkelings Fernsehkarriere begann mit einem Misserfolg 1977. Der damals 12-Jährige bewarb sich bei Loriot für die Rolle des moppeligen Kindes Dicki im Sketch „Weihnachten bei Hoppenstedts“, bekam allerdings keine Zusage. Bereits 1984 veröffentlichte Hape zusammen mit einigen Mitschülern unter dem Bandnamen Gesundfutter eine Schallplatte mit dem Titel „Hawaii“.

Er trat bei verschiedenen Talentwettbewerben auf und gewann 1983 den damals erstmals vergebenen Kabarettpreis „Scharfrichterbeil“. Danach arbeitete Hape für verschiedene Rundfunkanstalten, unter anderem für den WDR und den BR. Den Durchbruch schaffte Kerkeling 1985/86 in der Ulk-Show Känguru. Zur gleichen Zeit trat er in Kerkelings Kinderstunde mit der bekannten Figur des Vorschulkindes Hannilein auf. Kerkeling übernahm von 1989 bis 1991 in der ARD die Moderation für die Deutsche Vorentscheidung zum Grand Prix d’Eurovision de la Chanson. 1989 gestaltete Kerkeling zusammen mit dem Pianisten Achim Hagemann mit seiner medienkritischen Sendung Total Normal ein Comedy-Format, für das er mit der Goldenen Kamera, dem Adolf-Grimme-Preis und dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde.

Hape Kerkeling Portrait - Biografie von 1990 bis 1999 - Foto: © Felix Rachor
1990 - 1999

Zwei Aktionen sind auch Jahre nach dem Ende der Sendung Total Normal in Erinnerung geblieben. Verkleidet als Königin Beatrix schaffte es Kerkeling am 25. April 1991, vor laufender Kamera in einem Wagen vor Eintreffen der echten Königin im Schloss Bellevue vorzufahren. Des Weiteren trug Kerkeling in der Maske eines polnischen Opernsängers zur Klavierbegleitung von Achim Hagemann ein expressives Stück vor, eine Parodie auf moderne klassische Musik, die in dem lauten und unvermittelten Ausruf „Hurz!“ mündete. Das nicht eingeweihte Publikum nahm die Darbietung ernst und ließ sich hinterher zu einer intellektuellen Diskussion über die Aussage des Stücks verleiten.

Kerkelings erster Film Kein Pardon, eine Fernsehsatire im Jahre 1993, für welche er gleichzeitig als Regisseur und Schauspieler wirkte und an deren Drehbuch er mitschrieb, kam in die deutschen Kinos. 1994 ging er mit der Sendung Cheese, der ein ähnliches Konzept wie Total Normal zu Grunde lag, zum Privatsender RTL. Weitere TV-Sendungen wie Warmumsherz (1995 – ARD), Zappenduster (1997 – ARD) und Gisbert (1999 – WDR) folgten und in der gleichen Zeit kamen die Filme Club Las Piranjas (1995), Willi und die Windzors (1996) und Die Oma ist tot (1997) im Fernsehen.

Erst 1999 war Kerkeling mit der Sat.1-Sendung Darüber lacht die Welt wieder im Fernsehen erfolgreich. Mit einem „Knopf im Ohr“ unterstützt von Schachmeisterin Elisabeth Pähtz spielte er verkleidet als iranischer Großmeister Mehdi Mikamahdav Simultanschach gegen die Schacherstligisten des FC Bayern München. Er trat als finnischer Sänger der fiktiven Rapgruppe R.I.P.Uli in der VIVA-Sendung „Interaktiv“ bei Milka Loff Fernandes und als Kleingärtner Rico Mielke in einer Diskussionssendung von Heinrich Lummer auf. In einer weiteren Aktion trat er als litauischer Fußballtrainer Albertas Klimawiszys auf, der den damaligen Trainer Klaus Augenthaler beim Grazer AK ablösen sollte.

Hape Kerkeling Portrait - Biografie von 2000 bis 2009 - Foto: © Thekla Ehling / Agentur Focus
2000 - 2009

Hape Kerkeling moderierte verschiedene Preisverleihungen und Galas wie die Stars in der Manege (2001), Der Deutsche Fernsehpreis (2001), Goldene Europa (2002) und die Aids-Gala (2002 & 2003). Für die Moderation von Die 70er Show auf RTL wurde er 2003 mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Beste Moderation Unterhaltung“ ausgezeichnet. Im Januar 2004 drehte Kerkeling erneut eine Kino-Komödie mit dem Titel Samba in Mettmann, der im nordrhein-westfälischen Mettmann spielt. Im Mai 2004 & 2005 und September 2006 moderierte er bei RTL den Großen Deutsch-Test sowie im Oktober 2004 den Großen Deutschland-Test.

Vom Frühjahr 2005 bis März 2006 moderierte Kerkeling die von Günther Jauchs Produktionsfirma i&u TV produzierte Show Hape trifft!, die bei RTL saisonal ausgestrahlt wurde. In der Sendung traf Kerkeling auf deutsche und internationale Stars und verkleidete sich u. a. als rasender Reporter Horst Schlämmer, als Schwabe Siggi Schwäbli und als niederländische Paartherapeutin Evje van Dampen. 2006 und 2007 moderierte er zusammen mit Nazan Eckes die Live-Show Let’s Dance. Er ist seit Jahren mit verschiedenen Bühnenprogrammen auf Tournee. Seine letzte Tournee mit dem Programm „Wieder auf Tour“ endete im Dezember 2006.

Kerkeling veröffentlichte im Mai 2006 sein Buch Ich bin dann mal weg über seine Pilgerreise auf dem Jakobsweg im Jahr 2001, das zum meistverkauften Buch des Jahres 2006 (über 2,0 Millionen verkaufte Exemplare) in Deutschland wurde. Bis zum Mai 2008 wurden mehr als drei Millionen Exemplare verkauft. Im April 2008 lief auf RTL seine Sendung Hallo Taxi mit seiner neuen entwickelten Figur Günther Warnke. Im Juni 2008 synchronisierte Kerkeling die Rolle des Pandabären Po im Animationsfilm Kung Fu Panda. Das ZDF verfilmte ab Mai 2008 Kerkelings Hörbuch Ein Mann, ein Fjord!. Am 28. Februar 2009 trat er als Uschi Blum in der Fernsehsendung „Wetten dass..?“ auf und sang sein neues Lied „Sklavin der Liebe“ unterstützt von den Tänzer/innen des Friedrichstadtpalastes Berlin. Eine weitere Figur von Hape schaffte es 2009 sogar ins Kino: Horst Schlämmer – Isch kandidiere. Er will allen beweisen, dass er Bundeskanzler wird.

Hape Kerkeling Portrait - Biografie von 2010 bis 2015 - Foto: © Thekla Ehling / Agentur Focus
2010 - 2015

Ende des Jahres 2010 war die RTL-Show Hapes zauberhafte Weihnachten im Fernsehen zu sehen. Die Verleihung der Goldenen Kamera (2010 – 2014) und Menschen 2011 moderierte Hape Kerkeling für das ZDF. Hapes Leidenschaft für die Synchronisation wuchs und so sprach er erneut den Pandabären Po in Kung Fu Panda 2. In der sechsteiligen Dokumentation Unterwegs in der Weltgeschichte – mit Hape Kerkeling der Sendereihe Terra X im Jahr 2011 zeigte Hape die Geheimnisse vergangener Kulturen, die für die Menschheitsgeschichte von größter Bedeutung sind. Im November 2011 erfolgte die Uraufführung seines Musicals Kein Pardon zu seinem gleichnamigen Kinofilm aus dem Jahr 1993.

November 2013 lieh Kerkeling seine Stimme dem bezaubernden Schneemann Olaf im Disney-Animationsfilm Die Eiskönigin – Völlig unverfroren. Hape trat 2014 als Schlagersänger auf und brachte die CD „Ich lasse mir das Singen nicht verbieten“ heraus.  Oktober 2014 veröffentlichte er seine Autobiografie Der Junge muss an die frische Luft. Er schreibt über seine Kindheitsjahren, dem dramatischen Verlust seiner Mutter und von Erlebnissen als Entertainer. Zu seinem 50. Geburtstag am 9. Dezember 2014 strahlte das ZDF eine fiktive Planung seiner Geburtstagsshow aus. Hierzu kündigte Kerkeling an, seine Karriere im Fernsehen zu beenden.

Hape Kerkeling Portrait - Biografie von 2016 bis 2020 - Foto: © Thekla Ehling / Agentur Focus
2016 - 2021

Hape Kerkeling war weitere Male als Synchronsprecher in verschiedenen Animationsfilmen Kung Fu Panda 3 (2016), Die Eiskönigin – Olaf taut auf (2017), Happy Family (2017) und Die Eiskönigin 2 (2019) zu hören. Sein Bestseller Ich bin dann mal weg, der seine Pilgerreise nach Santiago de Compostela beschreibt, wurde 2015 zu einem erfolgreichen Kinohit. Hape wird darin vom fantastischen Devid Striesow gespielt. Als wöchentlicher Kolumnist war Kerkeling für die Zeitschrift Gala in den Jahren 2017 bis 2018 tätig und veröffentlichte dazu sowohl das Buch und als auch das Hörbuch Frisch hapeziert.

Im Jahr 2018 folgte mit Der Junge muss an die frische Luft die nächste Buchverfilmung, welche uns seine berührende Kindheit zeigt. Verkörpert wird der junge Hans Peter durch den wunderbaren Julius Weckauf. Hape Kerkeling steht im Jahr 2021 wieder selbst vor der Kamera und spielt einen Teufel in der bayerischen Kino-Komödie Der Boandlkramer und die ewige Liebe zusammen mit Michael Bully Herbig. Seit seiner Kindheit ist Hape katzenverrückt und so erzählt er in seinem Buch Pfoten vom Tisch – Meine Katzen, andere Katzen und ich über seine Freundschaft mit Stubentigern – einfühlsam, voller Zuneigung und hinreißend komisch.

Portrait-Fotos:
©  Felix Rachor felix-rachor.com
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